Premiere in Buenos Aires: Erste Bauer-Fräse in Argentinien im Einsatz

 

Der Riachuelo, ein 64 km langer Fluss in Argentinien, mündet in der Millionenmetropole Buenos Aires in den Río de la Plata. Große Mengen an ungeklärten Industrieabwässern, insbesondere von Färbereien, Papierwerken und Gerbereien, werden von den zahlreichen Fabriken entlang der Ufer in den Fluss eingeleitet, weshalb der Riachuelo einen extrem hohen Grad an Verschmutzung aufweist. Um nun das Matanza-Riachuelo-Becken zu säubern, hat der Staat ein Projekt mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde US-Dollar auf den Weg gebracht. Das von der Weltbank unterstützte Umweltschutzprojekt sieht den Bau eines 12 km langen Tunnels unter dem Fluss vor, der die Abwässer zu dem geplanten Klärwerk „Riachuelo“ ableitet. Nach der Klärung wird das saubere Wasser wieder in den Fluss zurückgeführt.

Im Juli 2017 begannen die Vorbereitungen für den Aushub des Tunnels in Buenos Aires. Zur Herstellung der Tunnelstartschächte kommt eine BAUER BC 35 Fräse an einem Seilbagger MC 96 mit kompletter Suspensionsbehandlungsanlage zum Einsatz – der erste Einsatz einer Bauer-Fräse in Argentinien überhaupt. Die Schächte bestehen aus einer Dichtwand mit je ca. 50 Schlitzen, die auf 60 m mit einer Wandstärke von 1.200 mm gefräst werden. Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-Betrieb.

 

 

 

Die Suspensionsanlage ist in ihrer Größe so konzipiert, dass sie auch für den Betrieb der Tunnelbohrmaschine (TBM), die nach Fertigstellung der Schlitzwand den unterirdischen Vortrieb fräst, verwendet werden kann. Nach dem Verkauf der gesamten Einheit, bestehend aus MC 96 Seilbagger, BC 35 Schlitzwandfräse mit Schlauchzugsystem HTS 70-60-90, Entsandungsanlage und Suspensionsbehandlung steht Bauer Maschinen seinem Kunden – einem italienisch-argentinischem Konsortium – natürlich auch technisch unterstützend und beratend zur Seite.